Abmessungen
Typ: AJH-1230 |
A |
140 mm |
B |
70 mm |
C |
273 mm |
D |
311 mm |
F |
76 mm |
H |
479 mm |
J |
- |
K |
- |
Hub |
305 mm |
Maschinenheber AJS und AJH
Die Maschinenheber der Serie AJH können horizontal oder vertikaleingesetzt werden. Bei horizontaler Anwendung ist darauf zu achten, das der Maschinenheber mit dem Pumpenhebel nach oben eingesetzt wird. Die Maschinenheber vom Typ AJS-65 und AJS-104 können in allen Lagen eingesetzt werden, auch über Kopf.Sie verfügen über einen Federrückzug des Kolbens. Die AJH-Heber sind mit 2 Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet. Zum einen verhindert ein internes Druckbegrenzungsventil eine Überlastung während des Pumpensystems. Zusätzlich überwacht ein Hubbegrenzungsventil den Hub des Kolbens. Bei Erreichen des Hubendes leitet dieses Ventil das überschüssige Öl zum Tank zurück.
Die Maschinenheber vertragen keine Schräglast. Diese Schwäche teilen sie mit den meisten Hydraulikzylindern. Bei Seitenlast verkantet der Kolben im Zylinderschaft. Im schlimmsten Fall kann es so zu Riefen im Schaft kommen. In Folge dieser kann der Zylinder undicht werden. Austretendes Öl am Kolben muss aber nicht unbedingt auf eine schadhafte Dichtung hindeuten. Es kann sich auch um "Schlepp-Öl" handeln, welches sich im Laufe der Zeit in der Kammer über dem Kolben angesammelt
hat und bei vollständig ausgefahrenem Hub herausgedrückt wird. Dies ist für die Funktion des
Hebers unbedeutend. Schräglasten können auch schon durch einseitige Belastung des Zylinders herbeigeführt werden. Die Last sollte aus diesem Grund nicht auf der Kante aufgesetzt werden. Sie muss stets vollständig auf der gesamten Fläche des Druckstückes aufliegen. Eine Kantenbelastung kann auch schon dazu führen, dass das Druckstück seitlich eingedrückt wird.
Funktion des Maschinenhebers
Zum Heben schließen Sie das Ablassventil an der Vorderseite des Hebers. Hierfür stecken Sie den Sechskant der Pumpstange auf und drehen das Ventil im Uhrzeigersinn. Schließen Sie das Ventil stets nur handfest, damit der Ventilsitz nicht beschädigt wird. Positionieren Sie den Heber sicher unter der Last. Der Fuß des Hebers muss hierbei komplett auf einer festen tragfähigen Unterlage zum Aufliegen kommen. Mit der Pumpstange wird nun die Schwinge auf und ab bewegt und der Kolben ausgefahren. Um ein Überfüllen der Kolbenstangenkammer zu vermeiden, sollte der maximale Hub des Hebers beachtet werden. Beim Erreichen des Endanschlags spricht das Druckbegrenzungsventil an und regelt den Druck nach. Dennoch sollte ein Anfahren des Endanschlags möglichst vermieden werden.
Zum Absenken öffnet man das Ablassventil vorsichtig. um Last langsam und kontrolliert abzulassen. Während des Hebe- und Senk-Betriebes muss ab und zu der Entlüftungsknopf auf der Öleinfüllschraube gedrückt werden. Dadurch wird ein Unter- bzw. Überdruck im Tank ausgeglichen. Dieser entsteht, wenn Öl aus dem Tank gefördert wird bzw. beim Einfahren des Kolbens zurückströmt.
Entlüften des Maschinenhebers
Sollte der Kolben beim Ausfahren federn, so deutet dies auf Lufteinschluß hin. Öffnen Sie das Ablaßventil und pumpen Sie einige Male leer. Danach schließen Sie das Ablaßventil und fahren Sie den Kolben ohne Last aus, stellen den Heber auf den Kopf und drücken den Kolben bei geöffnetem Ablaßventil wieder ein. Wiederholen Sie diesen Vorgang wenn nötig. Dadurch entweicht die Luft zum Tank. Kontrollieren Sie anschließend den Ölstand.
Prüfung des Maschinenhebers
Die Prüfung gemäß DGUV Vorschrift 54 ist mindestens einmal jährlich, bei schweren Einsatzbedingungen in kürzeren Abständen, durch einen Sachkundigen vorzunehmen. Die Prüfungen sind im Wesentlichen Sicht- und Funktionsprüfungen, wobei der Zustand von Bauteilen hinsichtlich Beschädigung, Verschleiß, Korrosion oder sonstigen Veränderungen beurteilt sowie die Vollständigkeit und Wirksamkeit der Sicherheitseinrichtungen festgestellt werden muss. Hierzu sollte der Zylinder unter Last ausgefahren werden um ihn auf Funktion und Dichtheit zu überprüfen.